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Wir müssen reden
 
(c) 2008 Junges Theater Göttingen
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EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNEST

von Dale Wasserman

Premiere: 08.02. um 20:00 Uhr

Eine psychiatrische Anstalt mit totalitären Zügen. Eine Krankenschwester, die Gott spielt. Patienten, die wissen, dass ihnen Unrecht getan wird, und die doch zu schwach sind, sich gegen die eingefahrenen Strukturen zu wehren. In diesen Alltag hinein platzt Randle McMurphy, ein gerichtlich zur Diagnose und möglichen Behandlung eingelieferter lebenslustiger, jovialer Freigeist, der die bestehende Ordnung in Frage und auf den Kopf stellt.


Wir müssen reden

oder Wenn Männer unter Ohrwurm leiden

Musical über das Dilemma, Mann zu sein

nächste Vorstellung: 09.02. um 20:00 Uhr > musikalische Leitung der Männergruppe: Ulf Nolte, künstlerischer Mediator der Männergruppe: Andreas Döring

"Und nachts träume ich, ich sei Berlusconi." Heimliche Bewunderung für den italienischen Erzschürzenjäger hegen, und dann zittern, wenn der Kontrollanruf von daheim auf dem Handy summt: Dem männlichen Ego bleibt in "Wir müssen reden" keine Entlarvung erspart. Das Junge Theater Göttingen schickt vier Artgenossen auf die Suche nach dem modernen Mann - heraus kommen dabei ein quirliger Streifzug durch die jüngere Popmusik und die Skizze einer Gesellschaft im Übergang. Am Samstag feierte das Musical im Jungen Theater Göttingen Premiere. (...)
Trotzdem ist der Gesang Therapie: Die Ohrwürmer der Männer werden zum Ventil, den Leidensdruck abzulassen, Schwäche zu zeigen: Rainald Grebe und Rammstein, Bonnie Tyler und Thomas D. lassen ein Lebensgefühl entstehen, das zwischen Jungenhaftigkeit und Reflexion herumirrt. Eigentlich haben Adams Erben Eva Hermans Rollenbilder längst überwunden - und schauen bisweilen doch wehmütig zurück auf die geklärten Verhältnisse.(...)
Was folgt, erinnert an einen Klickmarathon beim Video-Portal YouTube, der aber den Nerv des Premierenpublikums trifft. Viel Zwischenapplaus, donnernder Abschluss, der sogar eine Zugabe abnötigt, sind der Lohn für die sängerische Selbstentblößung. Ein Stück für moderne Männer und solche, die es werden müssen." (HNA - Pressestimme)


Sophokles

Antigone

"Nicht zu hassen, zu lieben bin ich da."

nächste Vorstellung: 11.02. um 20:00 Uhr > Regie: Gernot Grünewald

Wann ist jemand bereit, sich für seine Liebe zur Wahrheit zu opfern? Wie gross ist der Spielraum zwischen freien Willen und Schicksal, Individuum und Staat, Figur und Spieler, Bühne und Leben? Mit Antigone, der Kultfigur jugendlichen Aufbegehrens, startet das Junge Theater in das neue Jahrzehnt. Regisseur Gernot Grünewald, Regiestudent der Theaterakademie Hamburg, wurde mit seinen Arbeiten bereits zu etablierten Nachwuchsfestivals eingeladen. Wie viel persönliche Freiheit und Menschlichkeit darf zur Sicherung von inneren Sicherheit geopfert werden?


Ferdinand Bruckner / Heinrich von Kleist

Die Marquise von O.

"Nur weil Du etwas nicht willst, schaffst Du es damit nicht aus der Welt"

nächste Vorstellung: 22.02. um 20:00 Uhr

Ohne zu wissen, wie und durch wen, ist die Marquise schwanger geworden. Die Suche nach der Wahrheit über den Vater des Kindes entblößt die Entfremdung innerhalb ihrer Familie. Als unehrenhafte Lügnerin verstoßen wendet sie sich über eine Zeitungsannonce an den unbekannten Vater ihres Kindes. Später wird ihr klar: sie ist vergewaltigt worden und zwar vom Hauptmann, den sie glaubte zu lieben. Der "Engel" wird zum "Teufel". Wie Kleist fragt auch Bruckner nach dem, was man in sich selbst und im anderen Menschen liebt, und wirft seine Figuren ins Spannungsfeld zwischen Ideal und Wirklichkeit.

"Letztlich überwiegen in der kompakten 90-minütigen Inszenierung, die klug die Fassungen von Bruckner und Kleist verbindet, allerdings die präzise Regie von Alexander Krebs und das bewegende Spiel von Anne Düe." (GT-Pressestimme)




Ray Cooney

Außer Kontrolle

nächste Vorstellung: 04.02.010 um 20:00 Uhr

Was ist ein Politiker bereit zu tun, um einen Skandal zu vermeiden? Ray Cooney konstruiert voller Wortwitz, Slapstick und Situationskomik die Akrobatik des professionellen Lügens. In atemberaubendem Tempo und zwingender Logik jagt die bissige Satire von einer Extremsituation in die Nächste. Außer Kontrolle wurde 1990 zur besten britischen Komödie gekürt.

"...vom Publikum mit begeistertem Applaus gefeiert.(...)Dank einer wirklich guten schauspielerischen Gesamtleistung, ist "Außer Kontrolle" ein äußerst unterhaltsamer Abend." (HNA - Pressestimme) "Selten passte ein Titel derart treffend auf das, was passiert(...)Das Premierenpublikum amüsierte sich königlich und w?ürdigte die Ensembleleistung mit begeistertem Applaus." (GT - Pressestimme)


Juli Zeh

Corpus Delicti

nächste Vorstellung: 19.02.010 um 20:00 Uhr

Deutschland 2057: Der Staat garantiert durch Hygienevorschriften und genauer überwachung ein schmerz- und sorgenfreies Leben. Mia zweifelt nach dem Selbstmord ihres Bruders, der per DNA-Analyse eines Verbrechens überführt wurde, jedoch an den Idealvorstellungen des Systems. Wegen Terrorverdacht verfolgt wird Mia zur Freiheitskämpferin gegen die Gesundheitsdiktatur. Ein verstörend hochaktueller Thriller.


Maritgen Matter

Ein Schaf fürs Leben

Familienstück mit Musik (ab 5 Jahren)
n?chste Vorstellung: 28.02. um 16:00 Uhr > Familienst?ck

"Ein Schaf fürs Leben" ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Wolfs Bemühen, seiner Rolle als "Schafsfresser" gerecht zu werden und Schafs penetrante Naivität ergeben eine herrlich komische Geschichte eines ungleichen Paares. "Andreas Döring (Regie) und das dreiköpfige Ensemble vollbringen das Kunststück, nicht nur Kinderherzen zu erwärmen. Auch Erwachsene werden auf amüsante und fantasievolle Art unterhalten." Göttinger Tageblatt


Ödön von Horvath

Jugend ohne Gott

Schauspielfassung nach dem Roman (ab 13 Jahren)

Ein junger Lehrer sieht sich mit einer ihm entfremdeten Schülerschaft konfrontiert, deren Alltag aus Cybermobbing, Handy-Kultur und virtueller Bildersucht besteht. Er lässt die Schüler einen Aufsatz über `Jugend ohne Gott` schreiben. Sie sollen sich darüber mit ihrer Wirklichkeit auseinandersetzen. Doch gegenseitige Gleichgültigkeit und Gewaltpotentiale f?hren zu Machtkämpfen: es wird gestohlen, geliebt, ein fremdes Tagebuch gelesen und ein Mord begangen. Die Frage, wie es passieren konnte, dass ein Sch?ler einen Mitsch?ler t?tet, f?hrt zur Erkenntnis, wie wichtig es ist, die Wahrheit zu leben. Empfehlung für die Fachbereiche: Deutsch, Ethik und Politik


Franz Xaver Kroetz

Nicht Fisch nicht Fleisch

"Erst Arbeit macht den Menschen."

Premiere: 01.04.010

"Deine scheiß Firma regiert mir ins Bett hinein": Mit groteskem Witz setzt Kroetz die Charaktere aktuellen Problemen der Arbeitsgesellschaft aus: Unvereinbarkeit von Familie und Beruf, technologische Entwicklung, die Arbeitsplätze zerstört und Entfremdung des Menschen von seiner Berufung.


Bertolt Brecht

Die heilige Johanna der Schlachthöfe

"Der Mensch ist schlecht. Erst muss, bevor die Welt sich ändern kann, der Mensch sich ändern."

Premiere: 15.04.010 > Regie: Frank Abt

Neben den Mechanismen eines profitorientierten Marktes schildert Brecht die berührende Geschichte einer jungen Frau, die glaubt, man könne Menschen durch Wahrheitsliebe ans Menschsein erinnern.


Friedrich Dürrenmatt

Die Physiker

"Im Paradoxen erscheint die Wirklichkeit."

Komödie > Premiere: 13.05.010

Dürrenmatts bitterböse Komödie spielt in der Irrenanstalt. Drei Physiker, zwei von ihnen behaupten, Albert Einstein und Sir Isaac Newton zu sein, der Dritte ist der geniale Physiker Möbius, geben sich als Geisteskranke aus. Möbius will so den Missbrauch seiner Entdeckungen verhindern.