Wir kehren zurück in unser Theater!

26. März 2026

Es ist ein Moment, auf den viele lange gewartet haben: Am 17. Februar ist endlich der offizielle Startschuss für die Sanierung unseres Stammhauses am Wochenmarktplatz gefallen. Mit Konfetti, Gesang – und einem sehr entschlossenen Bagger – wurde der Beginn der Bauarbeiten am Otfried-Müller-Haus gefeiert.

Die Freude darüber war spürbar. Und sie ist es noch immer.

Fridtjof Look (vorne links) und die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (rechts daneben) mit Mitarbeitenden des Jungen Theaters feuern Konfetti zum Beginn der Sanierungsarbeiten

Stadtbaurat Frithjof Look (vorne links) und die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (rechts daneben) mit Mitarbeitenden des Jungen Theaters feuern Konfetti zum Beginn der Sanierungsarbeiten. © JT

Ein besonderer Ort für Göttingen

Das Otfried-Müller-Haus (OMH) ist weit mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs, der künstlerischen Experimente – und für viele Göttinger*innen ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt.

Zur Eröffnung der Bauarbeiten unterstrichen Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, Stadtbaurat Frithjof Look sowie unser Geschäftsführer Tobias Sosinka in ihren Redebeiträgen genau diese Bedeutung: Das Junge Theater ist ein prägender Ort für die Kulturlandschaft Göttingens – und soll es auch in Zukunft bleiben.

Intendant Nico Dietrich (vorne links) und Geschäftsführer Tobias Sosinka (vorne rechts); im Hintergrund Ensemble und Mitarbeitende des Jungen Theaters. Dahinter das Stammhaus des JT.

Intendant Nico Dietrich (vorne links) und Geschäftsführer Tobias Sosinka (vorne rechts); im Hintergrund Ensemble und Mitarbeitende des Jungen Theaters. © JT

Intendant Nico Dietrich machte dabei deutlich, worum es uns geht: Am Wochenmarkt entsteht kein zweites Stadttheater, sondern ein Raum für Vielfalt. Ein Ort, an dem unterschiedlichste künstlerische Formen, Stimmen und Perspektiven ihren Platz finden.

Ein emotionaler Auftakt

Dass dieser Tag nicht nur ein politischer oder baulicher Meilenstein war, sondern auch ein sehr persönlicher, zeigte sich in einem besonderen Moment: Die Mitarbeitenden des Jungen Theaters sangen gemeinsam das Lied „Göttingen“ der französischen Sängerin Barbara – ein Lied, das eng mit der Geschichte unseres Hauses verbunden ist.

Mitarbeitende des Jungen Theaters singen vor der Baustelle am Stammhaus des JT.

Mitarbeitende des Jungen Theaters singen das Chanson „Göttingen“ von Barbara. © JT

Es war ein Augenblick, der Vergangenheit und Zukunft miteinander verbunden hat.

Kurz darauf wurde es dann laut: Ein Bagger setzte zum symbolischen Auftakt an und riss die Litfaßsäule sowie den alten Eingang des Anbaus nieder. Ein kraftvolles Bild – und der sichtbare Beginn von etwas Neuem.

Ein gelber Abrissbagger entfernt das ehemalige Vordach zum Eingang vom Anbau des Stammhauses des Jungen Theaters.

Der Abrissbagger entfernt das ehemalige Vordach zum Eingang vom Anbau. © JT

Warum die Sanierung so wichtig ist

Die Sanierung kommt nicht plötzlich. Seit vielen Jahren ist klar: Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und entspricht in vielerlei Hinsicht nicht mehr den Anforderungen eines modernen Theaterbetriebs.

Nun wird das denkmalgeschützte Haus umfassend modernisiert:

  • Die historische Bausubstanz wird behutsam saniert
  • Ein neuer Anbau schafft zusätzliche Räume
  • Moderne Technik verbessert die Produktionsbedingungen
  • Barrierefreiheit wird deutlich erweitert
  • Arbeitsbedingungen für Ensemble und Team werden nachhaltig verbessert

Visualisierung des geplanten modernen Anbaus (rechts) nach der Sanierung des Otfried-Mueller-Hauses. © Wolf-Gruppe

Kurz gesagt: Das Junge Theater bekommt ein Zuhause, das den künstlerischen Ansprüchen ebenso gerecht wird wie den Bedürfnissen des Publikums.

Ein langer Weg – und ein guter Plan

Der Weg bis hierhin war nicht immer einfach. Planungen wurden überarbeitet, Kosten neu bewertet, Prioritäten geschärft. Doch genau dieser Prozess hat dazu geführt, dass das Projekt heute auf einem soliden Fundament steht.

Die Stadt Göttingen investiert nun rund 25 Millionen Euro in die Zukunft des Hauses. Eine große Summe – und zugleich ein starkes Bekenntnis zur Kultur vor Ort.

Der Blick nach vorn

Bis Ende 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2028 geplant.

Entwurf des Stammhauses nach der Sanierung.

Entwurf des Stammhauses nach der Sanierung. © Wolf-Gruppe

Bis dahin bleibt das Junge Theater weiterhin in der Bürgerstraße 15 – im Gebäude der ehemaligen Voigt-Realschule, das seit 2019 unsere Heimat auf Zeit ist. Auch dort wird gespielt, ausprobiert, erzählt und diskutiert.

Und doch ist da diese Vorfreude.

Die Vorfreude darauf, zurückzukehren.
In ein Haus, das vertraut ist – und gleichzeitig ganz neu.
In ein Theater, das gewachsen ist.
In unser Theater.