Mutters Courage – UK14 gastspiel
nach der autobiografischen Erzählung von George Tabori - im UK14 in Kassel | Dauer: 70 Minuten
In dieser Inszenierung des Stücks Mutters Courage von George Tabori spielen die Schauspielerin Sigrun Schneider-Kaethner sowie der Regisseur und Schauspieler Thomas Bockelmann, der bis 2021 Intendant des Staatstheaters Kassel war.
Karten können unter Telefon 0551–495015 sowie per E-Mail an kasse@junges-theater.de reserviert werden.
George Taboris Hommage an seine Mutter ist im weiteren Sinne eine Hommage an alle Mütter, deren Mut, Witz und Lebenswille ihren Kindern die Möglichkeit gaben, ihr eigenes Trauma zu bewältigen. Die Nachwirkungen der europäischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, die Generationen zerstörten, sind noch heute spürbar und das Stück ist – bedauerlicherweise auch gegenwärtig – hochaktuell. Es wurde 1971 geschrieben, als Tabori nach Deutschland zurückkehrte und 1979 an den Münchner Kammerspielen unter seiner Regie uraufgeführt.
Sigrun Schneider-Kaethner absolvierte ihre Schauspielausbildung am Max-Rheinhardt-Seminar in Berlin. Es folgten Engagements in Deutschland und der Schweiz, in Skandinavien, Italien und Israel. Seit 1995 steht sie in Mutters Courage mit Thomas Bockelmann auf der Bühne. So auch im September 2024 und erstmals auf Englisch in der auf wundersame Weise vom Feuer verschonten Villa Aurora in Los Angeles.
Thomas Bockelmann ist Regisseur und Schauspieler und war 34 Jahre lang Intendant, davon die letzten 17 Jahre bis 2021 am Staatstheater Kassel, wo seine Inszenierung Mutters Courage mit zahlreichen Gastspielen – unter anderem auch in New York – 20 Jahre beheimatet war.
Fotos: ©Nils Klinger
→ Dauer: 70 Minuten
Besetzung
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Preise
pressestimmen
„Dieses Feischen um Formulierungen, das natürlich auch ein Verhandeln von Wahrheit ist, ist mit lakonischem Witz ausgebreitet, dient aber vor allem dazu, das Entsetzen hinter der Geschichte erträglich zu machen. Wunderbar ist dieses Spiel der beiden Darsteller, Sigrun Schneider-Kaethner und Thomas Bockelmann – präzise, zart und berührend. Großer Applaus.“ (Anja Witzke, Donaukurier)
„Thomas Bockelmann als Sohn ist so jungenhaft wie unerbittlich, wenn er Mutters Geschichte erzählt. Er ist grausam kultiviert wenn er den deutschen Offizier gibt und spielt den Nazi Schergen mit der Banalität des Bösen. An seiner Seite Sigrun Schneider-Kaether, die mit melancholischer Weitsicht, verschmitzter Mütterlichkeit und jüdischem Chuzpe , die Erzählebenen in Stimmungen wandelt. Zwei Darsteller, die sich virtuos ergänzen. Ein kleiner großer Theaterabend.“ (Juliane Sattler, HNA)

