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Invasion!

von Jonas Hassen Khemiri

Deutsch von Jana Hallberg

Empfohlen ab 15 Jahren

Eine Koproduktion zwischen dem Jungen Theater Göttingen und dem Deutschen Theater Göttingen

Khemiri erschafft mit INVASION! einen Tornado aus Worten, Bildern und Ideen, dessen Zentrum die Frage nach der kulturellen und sprachlichen Identität bildet: Wer bin ich? Wer sind die Anderen? Und vor allem: Wer oder was ist Abulkasem?

 

 

 

 

Wie ein Virus wandert der Begriff Abulkasem, seine Bedeutung ständig wechselnd, durch das Stück. Mit viel Humor untersucht  INVASION!  die Neurosen unserer Gesellschaft, die zwischen Multikulti und Terrorangst, zwischen Political Correctness und Islamphobie steht. Ein Theaterabend für Jugendliche und Erwachsene.

 


 

 

 

 

© Dorothea Heise


Besetzung

Inszenierung Milena Paulovics

Bühne und Kostüme Judith Mähler

Dramaturgie  Vanessa Wilcke (JT-Gast) / Sonja Bachmann (DT)

Mit Katharina Brehl (JT), Bardo Böhlefeld (DT), Marcel Irmey (JT-Gast), Jan Reinartz (JT)

Aufführungsdauer 1 Stunde 20 Minuten

 

 


Premiere

20. April 2017


Pressestimmen

"Mit minimalistischem Bühnenbild (Judith Mähler) setzt die vierte Koproduktion von Jungem und Deutschem Theater die facettenreiche und mit viel Sprachwitz erzählte Geschichte in Szene. Auf einem langen Laufsteg zwischen zwei Klettergerüsten schlüpfen die vier Schauspieler - Bardo Böhlefeld (DT), Jan Reinartz und Linda Elsner (beide JT) und Irmey, (der die Kasseler Schauspielschule besucht) - souverän in immer neue Rollen. (...) Großartig ist die Szene, in der der Apfelpflücker (Reinartz) sein Leben auf Persisch (Übersetzung und Sprachcoaching: Reza Sharifi, Jaleh Böhlefeld) erzählt. Die Dolmetscherin (Elsner) liefert eine Übersetzung, die die islamophobe Paranoia der Mehrheitsgesellschaft spiegelt: "Meine Herkunft ist sehr terroristisch. Als Kinder spielten wir Selbstmordattentäter ..." Am Ende gab es viel Beifall für das anregende Stück." Michael Caspar, Göttinger Tageblatt

"Das Ensemble ist energiegeladen, es schafft den Spagat zwischen Ernst und Komik. Marcel Irmey, zurzeit als Gast am Jungen Theater und Schauspielstudent an der Schauspielschule Kassel, gibt insbesondere zusammen mit Bardo Böhlefeld vom Deutschen Theater ein gutes Duo ab. Dieser überzeugt durch seinen Facettenreichtum: Ob Erzähler, Wissenschaftler, Jugendlicher mit Migrationshintergrund; er hat das Publikum im Griff. Bei Jan Reinartz vom Jungen Theater ist insbesondere der Apfelpflücker hervorzuheben. Linda Elsner, ebenfalls vom Jungen Theater, setzt den komplexen Charakter der Lara gut in Szene. Die verschiedenen Bühnensituationen und Stilformen gehen dabei teils fließend, teils in großem Kontrast ineinander über. Die Inszenierung von Milena Paulovics ist wirklich gelungen. Die intime Bühnengestaltung holt den Zuschauer dabei näher an das Geschehen, lässt ihn teilhaben und verringert die Distanz. (...) Jonas Hassen Khemiris Drama Invasion! regt zum Nachdenken an. Man sollt sich definitiv eine der wenigen Vorstellungen nicht entgehen lassen." Sabine Engel, Kulturbüro Göttingen

"Stark ist die Szene, in der ein Lokaljournalist (Bardo Böhlefeld), ein Sozio-Schwabe (Jan Reinartz) und eine Antikernkrafttante (Marcel Irmey) im Wuschelschopf ihrer Kommilitonin Lara (Linda Elsner) ihre kulturelle Identität ergründen zu versuchen, ohne, dass sie selbst zu Wort kommt. Oder als der asylsuchende Apfelpflücker den Zuschauern erklärt, dass er immer wieder angerufen werde, von einem Abulkasem, obwohl er eigentlich mit seinen Anwälten telefonieren müsse. Mit überheblichem Dauerlächeln übersetzt die Dolmetscherin (toll: Linda Elsner mit Brille und Stöckelschuhen) sein Persisch damit, dass er Juden hasse und als Kind Selbstmordattentäter gespielt habe. Selbst als er anfängt, nur noch Liedtitel zu zitieren – auf Englisch. Es macht viel Spaß den vier Schauspielern dabei zuzuschauen, wie sie in die 17 völlig überzogenen Rollen schlüpfen und jeder noch einen ganz eigenen Tick findet. Richtig tiefgründig wird der Abend mit den plakativen Szenen nicht, aber er zeigt, dass Wirklichkeit eine Frage der Perspektive ist. Die Bilder von Regisseurin Milena Paulovics sind minimalistisch und lassen Spielraum für mehr. Der medialisierte Hype um eine erfundene Identität trifft trotzdem den Nerv der gespannten Gesellschaft. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus für die knapp anderthalbstündige Premiere." Valerie Schaub, HNA

 

 

 

© Jochen Quast

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