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Die Känguru Chroniken - Ansichten eines vorlauten Beuteltiers

Ein Theaterstück von Marc-Uwe Kling

Ein Kleinkünstler lebt mit einem Känguru zusammen. Das Känguru ist Kommunist und Fan von Nirvana. Im Prinzip die perfekte Wohngemeinschaft und Grundlage für die abenteuerlichsten Begebenheiten und irrwitzigsten Wortgefechte. Endlich erhalten wir Antworten auf drängende Fragen: War das Känguru wirklich beim Vietcong? Und wieso ist es schnapspralinen-süchtig?

Passt die Essenz des Hegel‘schen  Gesamtwerkes in eine SMS? Und ist das Liegen in einer Hängematte schon passiver Widerstand? In seinem Bestseller schildert Marc-Uwe Kling den absurden Alltag dieses ungleichen Paars ebenso bissig-anarchisch wie liebevoll-ironisch.

Hinweis: Marc-Uwe Kling hat die Theaterfassung geschrieben, er wird aber selber nicht auf der Bühne stehen bzw. bei den Aufführungen anwesend sein!

 

 


 

 

 

 

© Dorothea Heise


Besetzung

Inszenierung Nico Dietrich Bühne und Kostüme Judith Mähler Musiker Marius Prill Dramaturgie Lutz Keßler Musikalische Einrichtung/Arrangements Marius Prill / Peter Christoph Scholz Mit Franziska Lather, Peter Christoph Scholz, Karsten Zinser

 

 


Premiere

8. April 2017


Pressestimmen

"Die verschiedenen Orte hat Bühnenbildnerin Judith Mähler mit einem fluffigen Sitzsack und verschiedenen rollbaren Elementen elegant skizziert. Mähler, die auch für die Kostüme verantwortlich zeichnet, hat für Peter Christoph-Scholz, der das aufmüpfige Beuteltier spielt, neben einem sperrigen Schwanz auch eine Maske entworfen. Scholz kann also kaum Mimik einsetzen und muss viel gestischer spielen als üblich. Das löst er beeindruckend. Karsten Zinser ist ein wunderbar lakonischer, immer präsenter Kling, und Franziska Lather spilet kraftvoll weg, was sonst noch gebraucht wird. (...) Die Lieder bringt das Schauspielertrio mit Unterstützung des Gitarristen Marius Prill bemerkenswert souverän auf die Bühne. Und man höre und staune: Känguru Scholz ist auch ein passabler Drummer. Vor allem im zweiten Teil nimmt das Stück richtig Fahrt auf, die Lacher im Publikum häufen sich. Es wird laut und heftig. Die Zuschauer, auffallend viele Familien und Väter mit ihren Kindern sind darunter, gehen steil, das Ensemble strahlt." Peter Krüger-Lenz, Göttinger Tageblatt

"Wie auch in den Hörbüchern und den Bühnenauftritten des Autors spielt das Stück mit vielen ironischen Wendungen: Immer wieder wird die sogenannte vierte Wand der Bühne zum Publikum curchbrochen, ständig debattiert der Kleinkünstler auf der Bühne mit dem Känguru, wie denn wohl ein Theaterstück mit dem Beuteltier aussehen könnte. (...) Es mag einen Moment dauern, um sich vom Original lösen zu können und sich auf die Version auf der Bühne einzulassen. Was am Anfang wie eine Schwäche des Stückes wirkt, ist aber letztlich seine eigentliche Stärke: auch die Bühnenfassung ist frisch, frech und völlig absurd." Jürgen Jenauer, NDR Kultur

"Das JT ist nun eines der ersten drei Theater in Deutschland, die den Stoff auf die Bühne bringen - und Karsten Zinser (Marc-Uwe Kling), Peter Christoph Scholz (Känguru) und Franziska Lather (alle übrigen Charaktere) bieten zweieinhalb Stunden feinste Unterhaltung. (...)Doch Kling hat den Plot erweitert: Er ergänzt die geschichten um Lieder, die die Ensemble-Mitglieder singen, und für die sie zusätzlich Instrumente spielen, und lässt den Kleinkünstler und das Känguru ein Theaterstück schreiben. Dass dabei Eckkneipen-Wirtin Hertha ebenso eine Rolle spielt wie der Nazi-Skinhead, der eigentlich gar kein Rassist mehr sein möchte, erhöht zusätzlich die Geschwindigkeit des rundum gelungenen Schauspiels, dem es gelingt, Gesellschaftskritik und politische Missstände in eine lustige Hülle zu verpacken, ohne an Ernsthaftigkeit zu verlieren." Maren Iben, Blick

"Scholz spielt nicht nur das Känguru - er IST 150 Minuten lang das Känguru. Er schnuppert mit der NAse, er spielt mit seinem Känguruschwanz. Und er hat natürlich einen Beutel. (...) Die Gefahr, sketch-artige Dialoge aus den Büchern bzw. den Hörbüchern nachzuspielen, ist allerdings latent immer da. Aber sobald diese Gefahr zu groß wird, greifen entweder Franziska Lather oder MArius Prill ein. Lather ist eigentlich Souffleuse und spoilert die Szenen schon von Beginn. Das macht sie hervorragend. Marius Prill greift auch mitunter in die Szenen ein, indem er sie einfach mit seinem Gitarrenspiel abwürgt. Apropos Musik: Prill, Scholz, Zinser und Lather bilden auch eine Band, die dem Publikum ganz schön was auf die Ohren gibt - von Nirwana zum Beispiel. Die eingebaute Meta-Ebene vom Theatermachen und der Diskussion über die Szenen rettet letztlich den ganzen Abend und macht aus der Idee eine runde Sache. Nico Dietrich gelingt es, die Erwartungen der Fans zu erfülllen und gelichzeitig etwas Neues auf die Bühne zu bringen. Diese ist von Judith Mähler liebevoll ausgestattet. (...) Die Besucher haben ihre helle Freude. Vermutlich auch die, die die Texte noch nicht kennen. Aber das sind nicht viele. dafür sind aber auffällig viele junge Menschen im Theater. Sogar Jugendliche - und das erkennbar freiwillig." Jens Wortmann, Kulturbüro

"Überzeugend erweckt Peter Christoph Scholz den unverfrorenen Hüpfer zum Bühnenleben. Nie fehlt es dem Beuteltier an Ideen, in seiner Gestik bekommt der Känguruschwanz zu den Pfoten eine ganz eigene Dynamik, oft nur zu dem Zwecke, um den Wohnpartner (Karsten Zinser) zu ärgern. Je mehr der sich an das aparte Tier gewöhnt, desto weniger möchte er es missen. In einer Gesellschaft, die Fremdem misstraut, lässt Autor Kling die beziehung wachsen. Gekonnt schlüpft Franziska Lather in viele Rollen - die Kostüme dazu hängen offen auf der Bühne. (...) Gut gelingen der Schauspielerin die schnellen Wechsel. (...) Karsten Zinser bringt das Publikum gekonnt dazu, in den Kehrvers "Scheißverein" einzustimmen. (...) Was die Schauspieler in Aktion nicht leisten können, spielt Marius Prill stimmungsvoll auf der E-Gitarre. (...) Begeisterten Premierenapplaus haben die Zuschauer dem team gespendet, das das Kultbuch von Marc-Uwe Kling auf die Bühne brachte." Ute Lawrenz, HNA

 

 

© Jochen Quast

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