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Der größte Zwerg

Ein Sudelstück für Georg Christoph Lichtenberg von Peter Schanz

Das schillernde Leben des Georg Christoph Lichtenberg wurde bis heute weder auf die Bühne gebracht noch verfilmt. Mit „Der größte Zwerg“ wagt das Junge Theater Göttingen, anlässlich des 275. Geburtstages von Georg Christoph Lichtenberg, ein Theaterstück wie eine Lichtenberg-Vorlesung: spektakulär, experimentierfreudig, scharfsinnig, satirisch und voller Liebe zu den beladenen Menschen. 

Das Leben des genialen Wissenschaftlers und sarkastischen Weltbeobachters Georg Christoph Lichtenberg verlief immer wieder sehr unkonventionell, und es fand zum allergrößten Teil in Göttingen statt. 

Er galt auf den Straßen und in den Gasthäusern Göttingens als ein bunter Hund, bei seinen Studenten als begnadeter Vorlesungs-Showmaster, bei vielen Frauen als wandelnder Reiz, beim britischen König als bevorzugter Lehrer für die Prinzen-Söhne und bei den internationalen Wissenschaftskollegen als anerkannte Koryphäe. Er war messerscharfer Beobachter, scharfsinniger Denker und präziser Beschreiber.


 


 

 

 

 

 

 

© Dorothea Heise



Besetzung

Inszenierung und Bühne  Peter Schanz

Kostüme Gesa Kallsen

Musikalische Arrangements und Einstudierung Peter Christoph Grünberg

Dramaturgie Tobias Sosinka 

Mit Katharina Brehl, Agnes Giese, Franziska Lather, Jan Reinartz, Peter Christoph Grünberg, Karsten Zinser

Aufführungsdauer 1 Stunde 45 Minuten

 

 


Uraufführung

24. Februar 2017


Wiederaufnahme

26. Oktober 2017


Pressestimmen

"In gut 100 Minuten läuft das ereignisreiche, wenn auch 1799 bereits nach 57 Jahren endende Leben des 140 Zentimeter kleinen und doch großen Mannes am Publikum vorüber: rasant und innehaltend, oberflächlich und tiefgründig - wie ein Leben so ist und wie es vor mehr als 200 Jahren war. (...) Da gibt es Klamauk wie ein Saufgelage mit Wein von Bremer - den Weinhändler gibt es noch heute. Da sind sinnliche Momente, als Lichtenberg seine große, früh verstorbene Liebe beschreibt. Da wird die Arbeit des besessenen Naturwissenschaftlers in einer wunderbar beleuchteten Szenerie auf den Tischen, der Hauptbühne, den Emporen und der Beleuchtungsbrücke zelebriert. Peter Schanz versucht viel. Und es gelingt fast alles. Denn am Ende entsteht das Bild des großen Zwerges im Kopf, der weit mehr als nur Aphoristiker war. Das Ensemble ist in Top-Form. Und: Franziska Lather singt hervorragend. Die Lebensszenen passen auf den Punkt zu den wechselnden Darstellern. Komisch ist es auch: als eine (Stoff-)Katze am Ballon durch den Saal schwebt oder Wortwitz mit Verweis auf die Echtzeit im Spiel ist. Fazit: Ein Stück über den größten kleinen Göttinger, aber nicht nur für den Göttinger Zuschauer. Sie müssen nicht zwingend etwas über Lichtenberg wissen, werden aber Freude haben, im Nachgang etwas zu lesen. Ein großer Wurf des kleinen Jungen Theaters." (Thomas Kopietz, HNA)

"Jeder der Schauspieler ist für einen Buckel zuständig, jeder darf mal Lichtenberg sein. Ein umgeschnallter Buckel, eine weiße Perücke und eine Jacke kennzeichnen den jeweiligen Spielführer. Das bringt Tempo und Leben ins Spiel. Wenig mehr als 100 Minuten dauert der Parforce-Ritt und vermittelt doch einen Eindruck von dem, was das Leben dieses Mannes geprägt hat. Die sechs Schauspieler Linda Elsner, Agnes Giese, Franziska Lather, Jan Reinartz, Peter Christoph Scholz und Karsten Zinser treten diesmal sehr geschlossen auf. Sie unterstützen und befeuern sich gegenseitig. Mit viel Spaß gehen sie zur Sache, und das Publikum sitzt ganz dicht dran an diesem Spektakel, für das es am Ende ausgiebigen Applaus gab." (Peter Krüger-Lenz, GT)

"Und so kam das Publikum zur Uraufführung der Inszenierung "Der größte Zwerg" in den Genuss eines frechen und turbulent verspielten Panoptikums. Bloß keine honorige Eloge lautet die Devise für diesen Abend über das reiche, bewegende und schmerzhafte Leben von GCL, um ganz in seinem Sinne mit ihm und über ihn spötteln und so sein Leben in all den tragischen und komischen Verwerfungen in ein wildes Bühnenabenteuer verwandeln. (...) Lichtenberg hätte es sicher gefallen, dass sein querköpfiges, ideenreiches Leben wie auf einem Laufsteg zelebriert wird. Und das es in der Fülle von Episoden, Einfällen und ihrer spielerischen Umsetzung mit stilisierten historischen Requisiten meist ziemlich turbulent zugeht. Vor allem, wenn dann sechs Buckelträger mit Kommentaren von und über Lichtenberg ein Chaos aus Sprüchen, Argumenten und Zitaten anrichten, dabei auch mal wild kreischen, übereinander herziehen und spielerisch ausufern. Die Posse, der Schalk und die Lust zu Übertreiben ist immer mit im Spiel an diesem Abend über Göttingen "größten Zwerg". Aber nach all dem Spektakel kommt es auch zu dieser berührenden Szene mit Franziska Lather, die die Arie "Cara Sposa" aus Händels Oper "Rinaldo" singt, begleitet von Peter Christoph Scholz an der Violine." (Tina Fibiger, Kulturbüro)

"Die Inszenierung war von der detaillierten Sachkenntnis des Autors und Historikers Peter Schanz geprägt. (...) Eine wunderschöne Szene, die auch mit Szenenapplaus des Publikums bedacht wurde, war "die Schöne und das Biest"-Analogie, diesmal auf der Bühne getanzt, Linda Elsner mit langem roten Rock auf Stelzen und das Biest (Jan Reinartz), als Gnom, als Mensch mit Behinderung, mit Buckel und Tiermaske im Tanz mit ihr. (...) Und dann in der Todeszene eine veritable Überraschung in einem opernreifen Sopran von Franziska Lather (...) tosender Applaus." (G. Schäfer, Goest)

 

 

© Jochen Quast

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