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2030 - Odyssee im Leerraum (UA)

Ein dokumentarisches Theaterstück über den Strukturwandel im ländlichen Raum von Nico Dietrich und Lutz Keßler

Ländliche Räume in ganz Deutschland verlieren massiv Einwohner und damit auch Steuerzahler. Mit dem Wegzug der Einwohner fällt es den Kommunen und Kreisen schwerer die gesetzlich vorgeschriebene Grundversorgung der Bevölkerung zu erfüllen. Der Anreiz in ländlichen Räumen zu leben sinkt weiter. Bis zum Jahr 2030 leben im Raum Südniedersachsen zirka 100.000 Einwohner weniger als noch im Jahr 2000. Was bedeutet diese Zahlen für kommende Generationen? Hat die Region in hundert Jahren dann keine Einwohner mehr? Wo liegen die Ursachen?

 

2030 - ODYSSEE IM LEERRAUM geht auch in der Spielzeit 2016/2017 auf Gastpiel. Hier die Tourdaten:

Fr 16.9. Hann. Münden (Schiller Lichtspiele), Sa 17.9. Mingerode (Gasthaus Ratskeller), Die 18.10. 3. Demografie-Kongress der Landesregierung Niedersachsen (HCC Hannover), Mi 19.10. Gellihausen (Schuppen), So 30.10. Adelebsen (Burgschenke), So 6.11. Jühnde (Friedrich Spielmann Halle), Sa 26.11. Gersfeld (Rhön), Sa 10.12. Clausthal-Zellerfeld (Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz, Aula der Robert-Koch-Schule), Seesen (2017)

Weitere Informationen und Bildmaterial zur Gastspielreise finden Sie auf unserem Blog: odysseeimleerraum.blogspot.de

Das Junge Theater Göttingen hat sich auf eine Irrfahrt durch den ländlichen “Leerraum“ begeben und mit den Menschen vor Ort gesprochen. Die O-Töne der „Experten des Alltags“ werden auf die Bühne geholt. Niedersächsische Kulturschaffende, Ehrenamtliche, Demographen, Humangeographen, BürgermeisterInnen der Regionen und visionäre Raumpioniere stellen ihre Strategien vor, wie sie den Ursachen des demographischen Wandels in Südniedersachsen begegnen.

Wir danken dem Landschaftsverband Südniedersachsen, den Bürgermeistern aus Osterode, Seesen und Clausthal Zellerfeld, der Bibliothek Osterode, UNESCO Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft, den ehemaligen Demograhie-beauftragten der Stadt Göttingen, der Demographiebeauftragten des Landkreises Göttingen, dem Studiengang der Humangeographie der Georg-August-Universität Göttingen, dem Fachgebiet Regionalmanagement der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen, der Initiative„Solidarity – Harzer helfen”, der Heimatpflege des Bioenergiedorfes Jühnde.

 

Die Vorstellung am 25. November muss aus dispositionellen Gründen leider entfallen! Wir bitten um ihr Verständnis!

 

 

 

© Dorothea Heise


Besetzung

Inszenierung Nico Dietrich

Ausstattung Nico Dietrich und Lutz Keßler

Dramaturgie Lutz Keßler

Mit Agnes Giese, Götz Lautenbach (a.G.), Eva Maria Hamm und Benjamin Wilke (Schauspielschule Kassel) Statisterie Nikola Deppe, Antonina Nagle, Emma Schisler

Aufführungsdauer 1 Stunde 30 Minuten


Wiederaufnahme

21. September 2016


Pressestimmen

"Umgesetzt ist das komplexe Thema amüsant: Schauspieler, die mit Ortsschildern der Dörfer ausgestattet wiedergeben, wie die Gefühlslage vor Ort ist. Immer wieder unterbrochen durch spielerische Elemente wie Miniaturen von Playmobil-Männchen, die vor einem Haus stehen und immer weniger werden und Fotomontagen, die im Hintergrund laufen. Intendant Dietrich sagt, er habe zuerst auch einen gewissen Respekt davor gehabt, so ein Thema als Stück umzusetzen. "Eine unserer ersten Fragen war tatsächlich: Demografischer Wandel, Transformation von Kultureinrichtungen - was sind denn das für Themen, wie macht man da ein Theaterprojekt draus, schlafen die Leute da nicht ein? Aber wir haben dann sehr schnell gemerkt, dass wir uns Themenfelder und Aspekte suchen, die die Menschen berühren." Und das hat das JT-Team durchaus geschafft - das Publikum applaudierte laut und anhaltend." (Jürgen Jenauer, NDR Kultur)

"Neben auch schon so oft bei Jauch oder Schirrmacher diskutierten Gefahren und Chancen, schafft es dieses Stück, den Finger in die Wunde zu legen: Die kulturelle Verkümmerung der Kleinstädte und Ortschaften. Dass sich die Perspektive des Stücks auf die unmittelbar betroffenen Bewohner dieser Regionen (die Experten des Alltags) und deren beeindruckendes Potential ihr eigenes Schicksal zu gestalten, richtet, hebt es vom bisherigen Jargon der Demografie ab. Gerade für das oft bürgerlich akademische Göttingen war diese kurzweilige und oft amüsante Lehrstunde in Sachen Demografie über sein näheres regionales Umfeld wichtig." (Felix Steinbock, Kulturbüro Göttingen)

"Ein gelungenes Stück, das den Zuschauer mit vielen Gedankenanregungen entlässt." (Delia Ehrenheim-Schmidt, Einbecker Morgenpost)

"Die Frage bleibt: Brauchen wir das im Theater? Das Premierenpublikum mit vielen Menschen, die Dietrich auf seiner Reise traf, gab seine klare Antwort mit langanhaltendem Applaus." (Ute Lawrenz, HNA)

"Besser könnte "2030" an den Orten funktionieren, aus denen die Texte stammen: Zehn Termine sind vorgesehen, auf ehemaligen Tanzdielen, in Kirchen und dem - geschlossenen - Kino in Clausthal-Zellerfeld." (Jens Fischer, TAZ)

 

 

© Jochen Quast

Karten & Theaterkasse

Theaterkasse:
Hospitalstr. 6, 37073 Göttingen

0551 - 495015
kasse@junges-theater.de

Mo bis Sa von 11:00-14:00 Uhr

Fr und Sa von 17:00-20:00 Uhr

sowie jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn


 

Das Stück basiert auf einer Recherche, die im Rahmen der Entwicklung des Programms »TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel«, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, gefördert worden ist.